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Kastanienminiermotten

Wissenschaftl. Bezeichnung: Cameraria ohridella

Kurzinfo: Tierischer Schadorganismus

Beschreibung: Die Kastanienminiermotte ist auch unter dem Namen Balkan-Miniermotte bekannt. Sie gehört zu der Ordnung der Schmetterlinge und der Familie der Miniermotten. Der Begriff 'Minier' leitet sich von den, durch die Larven verursachten, Fraßgängen (Minen) ab. Es werden hauptsächlich die weißblühenden Rosskastanien (Aesculus hippocastanum) befallen.

Der Schädling sticht im Frühjahr die Blätter an und legt in diese ihre Eier ab. Die daraus entstehenden Larven höhlen das Blattinnere zwischen den Blattadern aus. Nach der Verpuppung entsteht ein neuer Falter, der eine Größe von ca. 3,5 mm erreicht. Dieser Zyklus dauert etwa drei Monate. Auf diese Weise können jährlich 3 Generationen der Kastanienminiermotte entstehen. Grundsätzlich ist nicht damit zu rechnen, dass der Baum aufgrund des Befalls durch 'Cameraria ohridella' abstirbt.

Chemische Bekämpfung: Eine chemische Bekämpfung ist nur mit dafür ausgewiesenen Pflanzenschutzmitteln erlaubt. Die Vorgaben des Pflanzenschutzgesetzes sind zu beachten. Aufgrund der Größe der Bäume ist die optimale Ausbringung des Mittels jedoch oft nicht möglich.

Biologische Bekämpfung: Als erste Maßnahme wäre zu empfehlen, das heruntergefallene Blattwerk einzusammeln und in einiger Entfernung zu dem Baum zu kompostieren. Diese Strategie ist allerdings nicht für jede Saison zu empfehlen, da die Kastanie die Nährstoffe des zersetzten Laubes benötigt.

Der Schädling verträgt Temperaturen über 39 °C nicht.

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